Einen klaren Elevator Pitch in 5 Schritten entwickeln

Von Paul Kloosterman

Ein Elevator Pitch ist eine kurze, verständliche Vorstellung deiner Arbeit. Er soll nicht drängen oder Heilung versprechen. Er hilft deinem Gegenüber lediglich, schnell einzuordnen, für wen dein Angebot gedacht ist.

1. Mit einer klaren Struktur beginnen

Nutze als Arbeitsform:

Ich begleite [Zielgruppe] bei [Anliegen] mit [Arbeitsweise], damit [realistisches Ziel].

Das Ziel sollte Orientierung oder Entwicklung beschreiben, keine garantierte Wirkung.

2. Fachsprache übersetzen

Prüfe jedes Wort: Würde eine Person ohne therapeutische Ausbildung verstehen, was du meinst? Ersetze Methodenbegriffe nicht vollständig, aber erkläre, was sie im Gespräch praktisch bedeuten.

3. Laut sprechen und kürzen

Ein guter Pitch klingt gesprochen natürlich. Lies ihn laut vor und entferne alles, was für die erste Einordnung nicht notwendig ist. Meist reichen zwei Sätze.

4. Ehrliches Feedback einholen

Bitte Kolleg:innen oder Bekannte um Antworten auf drei Fragen:

  • Für wen ist das Angebot?
  • Bei welchem Anliegen?
  • Was wäre der nächste Schritt?

Wenn die Antworten nicht zu deiner Absicht passen, formuliere einfacher.

5. Konsistent einsetzen

Nutze denselben Kern auf Website, Ratfinder-Profil, E-Mail-Signatur und bei Netzwerktreffen. Passe die Länge an den Kanal an, nicht die fachliche Aussage.

Beispiel

„Ich begleite Erwachsene, die sich im Beruf dauerhaft überfordert fühlen. In psychosozialen Beratungsgesprächen sortieren wir Belastungen und entwickeln konkrete nächste Schritte für den Alltag.“

Das Beispiel nennt Zielgruppe, Situation, Format und ein realistisches Ergebnis, ohne mehr zu versprechen als das Angebot leisten kann.

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